Anwendungsbereiche

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Für die zunächst in Russland entwickelte intravenöse Blutbestrahlung mit nieder-energetischem Laserlicht gibt es inzwischen anhand vieler internationaler Studien
gut dokumentierte Wirkungsnachweise bei verschiedenen Krankheitsbildern:

 

Durchblutungsstörungen
z.B. bei peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten (pAVK) durch Arteriosklerose (Raucherbeine) oder Diabetes mellitus, aber auch die Herzkranzgefäße oder das Gehirn betreffend. Eine russische Studie konnte nach 3 Zyklen Blutbestrahlung (jeweils 10 Tage, 30 Minuten lang) innerhalb von 9 Monaten eine deutliche subjektive Verbesserung der Beschwerden, wie Kältegefühl und Schmerzen in den Beinen, sowie größere Gehstrecken dokumentieren. Eine objektive Erhöhung der Blutflussgeschwindigkeit um bis zu 38% wurde durch augenärztliche Untersuchungen in der Augennetzhaut nachgewiesen.
Sehr interessant ist eine neuere chinesische Untersuchung, wobei Schlaganfallpatienten 30 Minuten lang mit einem Hämolaser behandelt wurden. Eine spezielle Computertomographie (SPECT) im Anschluß zeigte eine Zunahme der Durchblutung sowohl im gesamten Gehirn, als auch in der geschädigten Region. Anscheinend wurden auch die Gehirnzellen aktiviert, da die Patienten selbst ihre cerebralen Funktionen als verbessert beurteilten und die Regeneration der Gehirnfunktionen zum Teil schneller verlief.

 

Wundheilungsstörungen
Sehr gute Ergebnisse erzielt eine kombinierte Blut- und lokale Bestrahlung mittels Low-Level-Laser bei schlecht heilenden Wunden jeder Art, insbesondere bei diabetischen Ulcera aufgrund gestörter Durchblutung und oft zusätzlicher Polyneuropathie.
In einer neueren iranischen Studie (2010) wurden 74 Diabetiker mit Unterschenkelgeschwüren, die bisher trotz intensiver konventioneller Therapie, einschließlich Wunddebridement und Antibiotikagabe über 3 – 6 Monate therapieresistent waren, mit der kombinierten Lasertherapie behandelt. Innerhalb von 2 Monaten waren 62,2 % der Ulcera komplett abgeheilt, nur bei 5,4% konnte keine Verbesserung erreicht werden.
 

Stoffwechselerkrankungen
insbesondere Fettstoffwechsel (Hyperlipidämie) und nicht insulinpflichtiger Diabetes mellitus. In der schon eingangs erwähnten russischen Studie wurde neben der peripheren Durchblutung auch der Einfluß des Hämolasers auf den gestörten Fettstoffwechsel und die meist erhöhten Blutzuckerwerte der Patienten untersucht. Ein Monat nach dem ersten 10-tägigen Zyklus war das Gesamtcholesterin durchschnittlich um 48%, der LDL-Wert um 69% gesunken, bei gleichzeitiger Erhöhung des HDL; ebenso deutlich nahmen die Triglyzeride ab. Auch die Blutzucker-Tagesprofile verbesserten sich so signifikant, dass entsprechende Medikamente reduziert werden konnten.

Somit könnte die Laser-Blutbestrahlung eine sehr erfolgversprechende Option bei der Prophylaxe von Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) werden.

 

Chron. Lebererkrankungen
Eine 2002 in deutscher Sprache veröffentlichte Studie beschäftigte sich mit der biostimulatorischen Wirkung des roten Laserlichtes auf verschiedene Lebererkrankungen. Nach 7-maliger intravenöser Blutbestrahlung sanken die erhöhten Leberenzyme besonders bei den entzündlichen Hepatitiden (B und C) deutlich ab, auch Fettleber und Leberzirrhose zeigten bessere Blutwerte.
Die Patienten berichteten über Appetitsteigerung, Schlafnormalisierung, Schmerzlinderung im Leberbereich und vermindertes Hautjucken.

 

Weitere Anwendungsbereiche sind Krankheiten, die generell von vermehrter Organdurchblutung bzw. verminderter Entzündungsaktivität profitieren, wie
 
– entzündliche Darmkrankheiten ( Colitis ulcerosa, Morbus Crohn )
– chronische Schmerzsyndrome  ( rheumatische Erkrankungen, Fibromyalgie ) und
– Burnout- bzw. chron. Müdigkeitssyndrome. 

Äußerst interessante Ergebnisse zeigten auch erste Behandlungsversuche bei chron. Lungenerkrankungen ( COPD ) und der multiplen Sklerose.
Diese Ansätze müssen allerdings in größer angelegten Studien noch überprüft und weiterentwickelt werden, scheinen aber durchaus vielversprechend.